Webmontag Frankfurt #76 „Smart Machines & Gadgets"

Posted by Martin Seiler on Wed, Jan 13, 2016
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Kurz vor Weihnachten trafen sich die Frankfurter Web-Enthusiasten zum 76. „Webmontag Frankfurt”, dem monatlichen Meetup zu Themen Rund um Gesellschaft und Technik. Das spannende Programm mit Vorträgen zu „Smart Machines und Gadgets” lockte etwa 70 Interessierte in den Veranstaltungsraum der Brotfabrik.

Den Auftakt machte Bernhard Schweizer (SAP) mit seinem Vortrag „Konkret: Mit Smart IT gegen Diabetes”.

Er erläuterte die gigantischen Kosten, die Diabetes und insbesondere das Nicht-Befolgen der Therapien verursacht. Gadgets wie Fitnesstracker oder Blutzucker-Messgerät sind nied­rig­schwel­lig und können motivieren, bzw. den Patienten mit direktem Feedback unterstützen. Die Kopplung über Smartphone-Apps ermöglicht zudem ein kontinuierliches Monitoring durch den behandelnden Arzt. Offen bleibt vor allem, wie derartige Ansätze in das bestehende Gesundheitssystem integriert werden können und wie die Sicherheit der persönlichen Daten des Patienten geschützt werden kann.

Im nächsten Vortrag gab Roland Judas (Arago GmbH) einen unterhaltsamen Überblick über das Thema des Abends. Er erläuterte, was sich hinter dem Begriff „Smart Machines” überhaupt verbirgt und was diese leisten können. Dabei ging er insbesondere auf Konsequenzen ein, die die fortschreitende Technisierung unserer Gesellschaft und Wirtschaft mit sich bringt. Disruptive Geschäftsmodelle auf Grundlage von Daten, Algorithmen und Maschinen verändern demnach sowohl die Wirtschaft als auch die Arbeitswelt massiv. Schon heute gibt es beispielsweise Roboter, die die Aufgaben von Wachpersonal übernehmen können oder ein Fastfood-Restaurant führen.

Judas sieht in der Entwicklung viele positive Aspekte, weist aber darauf hin, dass es zukünftig insbesondere Beschäftigungsmöglichkeiten für hochqualifizierte und sehr gering qualifizierte Menschen geben wird: „die, die Roboter bauen” und „die, die Roboter sauber machen”. Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz stellt auch einen Machtfaktor dar, der Ängste auslöst. Eine Möglichkeit damit umzugehen ist die Freigabe der verwendeten Tools. Passend hierzu wurde im Dezember die OpenAI Initiative ins Leben gerufen.

Im abschließenden Vortrag „Die Gadgets sind böse” berichtete Simone Giehl von ihren persönlichen Gadget-Erfahrungen und stellte anschaulich dar, dass bei aller Gadgets-Begeisterung der Hersteller die Usability oft noch zu kurz kommt.

In kurzen „Spotlights” wurde die Idee zur einer Spendenapp – Savedroid – sowie die am 30./31.1.2016 stattfindende Veranstaltung Make Rhein-Main vorgestellt.

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Photo by JD Hancock, CC-BY-3.0